Der fortschrittlichste Weg, Feuchtmais zu lagern und zu verarbeiten.
Beim Ganzkornsystem werden die Maiskörner ungeschrotet konserviert. Das eingelagerte Korn veratmet den Restluftsauerstoff zwischen den Körnern und erzeugt dadurch naturgemäß Kohlensäure, Stickstoff und andere Gase. Diese Gase verdrängen den Sauerstoff und wirken als Konservierung. Sie dürfen nicht aus dem Silo nach unten entweichen, sonst verdirbt das Futter (d.h. das System muss absolut gasdicht sein).
Durch thermische Schwankungen (z.B. Temperaturanstieg) wird das Gas oben an der Silodecke über eine Leitung und ein Regelventil in den Ballon geblasen. Bei Abkühlung wird das Gas vom Ballon in den Silo gesaugt. Das Regelventil mit Gasleitung und Ausgleichsballon ist unbedingt notwendig, damit das durch die Kornatmung entstehende Gas aufgefangen wird.
Irrtümlich wurde früher angenommen, dass am Silostock die Kohlensäure sitzt und oben am Silo die Luft. Tatsache ist, dass ein Mischgas mit einem unterschiedlichen Sauerstoffanteil entsteht. Die Idealwerte liegen zwischen 0,1 und 0,3 Prozent Sauerstoff. Alle darüber liegenden Werte verschlechtern die Qualität des Maises.
Wird kein Ballon verwendet, kommt regelmäßig bei Abkühlung, also abends, Sauerstoff in den Silo und wird am nächsten Tag thermisch vermischt. Dadurch steigt der Sauerstoffanteil an, durch Hefe- und Schimmelpilze setzt eine Nachgärung ein. Anlagen ohne Gasballon werden daher grundsätzlich nicht gebaut!
Gründe zum Umsteigen:
- Es steht immer frisch gemahlenes Futter zur Verfügung.
- Es gibt keine Probleme mit der Abräumoberfläche.
- Das Umstellen der Entnahmefräse fällt weg.
- Jederzeit kann eine beliebig kleine oder große Menge entnommen werden.
- Das System ist frostsicher – die dauernde Entnahmetemperatur des Maises
beträgt im Sommer und Winter 10 bis 13 Grad C.
- Geringer Energieaufwand beim Befüllen und bei der Entnahme.
- Die tägliche Entnahme lässt sich voll automatisieren (Arbeits- u. Zeitersparnis)

Variante 1
Bei der Silobefüllung mittels Elevator erzielt man große Förderleistungen mit geringem Kraftaufwand, daher besonders wirtschaftlich!
Die Materialbeförderung erfolgt mit dem Elevator äußerst schonend.

Variante 2
Silobefüllung mittels Gebläse

Kegelaustragung:
- kostengünstige Lösung
Der Edelstahl-Annahmetrichter (gasdicht) bleibt im Silo glatt und korrosionsbeständig.
Gleichzeitig dient er als „Schalungshilfe“ beim Betonieren des Silokegels.

Flachaustragung:
- keine Grundwasserprobleme, weniger Erdarbeit
In einem Edelstahl-Annahmetrog liegt die Entnahme-Schnecke, welche von einem PPR-Außenrohr umgeben ist.

Edelstahl - Entnahmeschnecke mit Trichter
Einen besonderen Vorteil von Gruber bietet die
0-Ring-Klemmdichtung, die für eine 100%-ige Abdichtung zwischen Edelstahl-Annahmetrichter und Kunststoffschneckenrohr sorgt.
Die Edelstahl-Entnahmeschnecke läuft in einem dickwandigen wetterfesten PVC-Rohr mit 200 mm Durchmesser. Ein stufenlos drehzahlgeregelter Getriebemotor sorgt genau für jene Schneckengeschwindigkeit, die der Mühlenleistung entspricht.
Auf Wunsch kann die Edelstahl-Entnahmeschnecke mit einer elektronischen Drehzahlregelung (Frequenzumformer) ausgestattet werden. Die gasdichte Schnecken-Auslaufklappe kann manuell, elektrisch oder pneumatisch betätigt werden.

Ausgleichsballon
erforderliche Größe: ca. 10 % vom Silovolumen
Für den Druckausgleich bei Temperatur-schwankungen sorgt ein aus säure- und lichtbeständigem Material gefertigter Ausgleichsballon; er dient auch als Gasreservebehälter.

Zur Druckbegrenzung bei Über- oder Unterdruck dient ein spezielles 3-Kammer-Sicherheitsventil in Edelstahl-Ausführung, welches mit Frostschutz gefüllt ist.

Ganzkorngebläse zur pneumatischen Befüllung